Langsam und bedächtig heben sich die Lider. Schlaftrunken und träge reagiert der Verstand verzögert. Fast glaube ich verschwommene Schatten erkennen zu können, doch es ist dunkel. Zu dunkel. Mal wieder spielt die Netzhaut imaginären Müll dem Sehzentrum vor. "Was geht hier vor? Wo bin ich?" - merkwürdige Gedanken entspringen einer unbekannten Quelle. "Bist Du glücklich, Beta?", fragt eine überraschend vertraute Stimme. "Geht es Dir wirklich gut? Alles in Ordnung bei Dir?" Zwei Lavinen geraten ins Rollen, die Gedanken und Gefühle überrumpeln mich förmlich, so daß ich keine Chance habe, mich mit dem Ursprung der Stimme weiter zu beschäftigen. Giftig zischt sie nur: "Und wage es ja nicht, mich zu belügen!" Doch meine Antwort vermischt sich mit dem Zischen und ehe ich irgendetwas tun kann, explodiert es direkt vor meiner Nase... So schnell er aus dem Nichts kam, so schnell verhallt der dumpfe Knall auch wieder, und ich spüre das wilde Pochen - nein, eher ein Schlagen - in meiner Brust und im ganzen Körper. "Verdammt, was ist passiert?!"

Langsam und bedächtig hebe ich meine Lider. Schlaftrunken und träge reagiert der Verstand verzögert. Ich starre verständnislos die weiße Decke über mir an, und aus (noch) unerreichbarer Ferne verlangt der Wecker nach Aufmerksamkeit...
13.4.12 02:04
 


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