Es herrscht ein Sandstrum. Wild wirbelt der Wind die kleinen Körner umher. Manche kleben aneinander, gehalten von einer mystischen Kraft. Kleine und große Klümpchen bilden sich. Andere kollidieren miteinander. Manchmal so heftig, daß sie miteinander verschmelzen. Oder sie spalten sich gegenseitig, grandiose Explosionen hervorzaubernd. Gerade noch ein Teil von Diesem, jetzt ein Teil von Jenem. Es gibt Verbindungen, Parallelen, Anziehungskräfte, Abstoßrekationen... Blitz und Donner sorgen für die Dramaturgie. Eigentlich kann man kaum etwas erkennen, denn die Sicht ist getrübt. Und dennoch hat das alles einen Sinn. Alles ist ein Teil einer grandiosen Choreographie. Denn jedes Körnchen ist ein Augenblick, eine winzige Erinnerung. Ich blicke herab und erkenne die Zusammenhänge und ab und zu vielleicht sogar das Ganze. Doch wenn mich jemand fragt, dann geht es nicht. Wie soll man jemandem erklären, daß das, was da gerade auf dem Schirm sichtbar ist, kein Rauschen sondern das eigentliche Programm ist? Wie sortiert man am besten ein multidimensionales Chaos?
3.5.12 01:14
 


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